Sommergetreide – Striegeleinsatz unbedingt prüfen

Wichtige Informationen aus dem Rems-Murr-Kreis vom 23.03.2026

 

„Die ersten Flächen wurden mit Sommergetreide gesät,“ so die agile Pflanzenschutzexpertin und amtliche Beraterin A. Bäuerle mit Blick in ihr Beratungsgebiet ergänzt um den ausdrücklichen Hinweis: „Für die chemische Gräserbekämpfung stehen nur wenige Mittel/Wirkstoffe zur Verfügung: Im Sommerweizen Axial 50, Broadway Plus und Edaptis. In der Sommergerste nur Axial 50.“

Deshalb gewinnt die mechanische Unkrautbekämpfung wieder zunehmend an Bedeutung. Optimal ist es, wenn man bereits die Möglichkeit zum Blindstriegeln nutzen kann. Dabei muss die Keimung und Entwicklung des Samenkorns gut im Auge behalten werden, denn in der Phase des Durchstoßens sind die Keimlinge äußerst empfindlich. Im Nachauflauf kann ab dem 2-3-Blattstadium der Striegel wieder zum Einsatz kommen.

Praxistipps: Für einen erfolgreichen Striegeleinsatz sollte der Boden gut abgetrocknet, schüttfähig und eben sein. Optimal ist es, wenn sich das Beikraut im Fädchen- bis Keimblattstadium befindet, da die Wirkungsweise des Striegels zu 70% im Verschütten des Unkrauts und nur zu 30% im Ausreißen liegt. Die kleinen Unkräuter/Ungräser haben nach dem Verschütten dann keine Energie mehr, um weiterzuwachsen. Die Schädigung ist mit 80-90% im Keimblattstadium am größten, sobald sich Rosetten bilden bzw. sich das Wurzelwerk im Boden etabliert hat, nimmt die Schädigung bis auf 50% ab. Striegeln kostet ggf. etwas Pflanzen. Der Verlust steht aber in keinem Verhältnis zur positiven Wirkungsweise der Maßnahme.

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