Mais – Unkraut- und Ungrasbekämpfung
Wichtige Informationen aus dem Rems-Murr-Kreis vom 11.05.2026
Die Maisbestände sind vielerorts gesät und am Auflaufen. Die langjährig renommierte und agile Pflanzenschutzexpertin A. Bäuerle vom Landwirtschaftsamt Rems-Murr-Kreis weiß, dass Mais im frühen Jugendstadium sehr empfindlich auf Konkurrenz reagiert und empfiehlt der regionalen Praxis: „Die aktuelle Witterung ist sehr förderlich für eine gute Wirkung bodenaktiver Wirkstoffe,“ und ergänzt: „Auch Vorauflaufheribzide können zum Einsatz kommen.“
Herbizidmaßnahmen im Nachauflauf sollten im 2-4 Blattstadium eingeplant werden. In diesem Entwicklungszeitraum kann das Pflänzchen die Wirkstoffe am besten verstoffwechseln. Mit der weiteren Entwicklung nimmt die Empfindlichkeit der Maispflanze zu.
Derzeit stehen noch ausreichend Herbizidwirkstoffe zur Verfügung. Diese können dem aktuellen IP-Heft „Integrierter Pflanzenschutz 2026 - Ackerbau und Grünland“, ab S. 74 entnommen werden. Achten Sie bitte auf die Auflagen und Anwendungsbestimmungen der eingesetzten Wirkstoffe. Siehe hierzu auch Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz Nr. 07/2026 vom 17.04.2026.
Praxistipps: Beim Einsatz Sulfonylharnstoff-haltiger Präparate besteht die Gefahr von Kulturschäden bei hohen Temperaturschwankungen sowie gestressten Maisbeständen. Ideal ist die Anwendung, wenn sich der Mais in einer aktiven Wachstumsphase befindet und eine Wachsschicht vorhanden ist. Nach Regenereignissen sollte nach Möglichkeit mit einer Herbizidbehandlung 1 besser 2 Tage mit Sonnenschein zur Regeneration der Wachsschicht zugewartet werden.