Zuckerrüben – Deutliche Wachstumsunterschiede erkennbar
Wichtige Informationen aus dem Landkreis Karlsruhe vom 24.04.2026
„Spezielle Empfehlungen für Zuckerrübenherbizide sind dieses Jahr auf Grund unterschiedlicher Wachstumsbedingungen schwierig - deshalb heute nur einige generelle Informationen,“ so die beiden agilen Pflanzenschutzexperten C. Erbe und B. Lutsch, vom Landwirtschaftsamt in Bruchsal im Vorfeld ihrer kulturspezifischen Empfehlungen.
Bei Gänsefuß, der bereits das erste Laubblattpaar gebildet hat, kann zur Standardmischung Rinpode (blattaktiv) mit 26ml zugegeben werden. Rinpode hat für das Jahr 2026 eine reguläre Zulassung in Zuckerrüben erhalten.
Bei Windenknöterich-Pflanzen, die das 1. Laubblatt bereits gebildet haben, kann die halbe Aufwandmenge (60 g Wirkstoff) eines Clopyralidhaltigen Mittels (Lontrel 600: 0,1 Liter/ha, Lontrel 720: 0,080g, Vivendi 100: 0,6 Liter/ha) in die Mischung zugegeben werden.
Thema Gräser in Wasserschutzgebieten - Alte Gräser, die bereits in der Bestockung sind, sollten mit den zugelassenen Mitteln (Tabelle 47; S. 96 gelbes Heft oben) in der vollen Aufwandmenge zeitnah behandelt werden. Im Sinne eines aktiven Resistenzmanagements ist den Produkten Focus Aktiv Pack oder einem Clethodimhaltigen Produkt (z.B. Select) Vorzug zu geben.
Praxistipps: Achten Sie auch auf neu auflaufende Gräser. Diese sollten im 2 bis 3-Blattstadium mit den zugelassenen Gräserherbiziden behandelt werden. Fahren Sie Gräserherbizide solo und mit 100% der zugelassenen Aufwandmenge, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Zwischen der letzten NAK-Maßnahme und der Gräserbehandlung sollte ein Abstand von mindestens 3 bis 4 Tagen eingehalten werden, um Pflanzenverträglichkeit und Wirkungssicherheit zu gewährleisten.