Regionale Wertschöpfung
Das Elbe-Saale-Anbaugebiet umfasst die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Je nach Jahr ist es das zweit- bzw. drittgrößte Hopfen-Anbaugebiet Deutschlands. Damit leisten die Hopfenmeister vor Ort einen wichtigen Beitrag zur regionalen, aber auch nationalen und internationalen Wertschöpfung in dem wirtschaftsstarken Brausektor.
Der Hopfen ist eine sehr intensive Kultur. Auf kleiner Fläche wird eine große Menge landwirtschaftliche Primärprodukte erzeugt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auf dieser Fläche viel Arbeit und Pflege benötigt wird.
Von der Struktur und den Witterungsbedingungen unterscheidet sich das hiesige Anbaugebiet sehr von den übrigen. Zum einen ist das Anbaugebiet sehr durch niedrige Niederschläge und die nördliche Lage geprägt. Zudem zeichnet sich die Betriebsstruktur - wie auch im Ackerbau – durch eine großflächige Bewirtschaftung aus.
Pflanzenschutz im Hopfen
Um die regionale Wertschöpfung aufrecht zu erhalten und weiterhin für beste Qualitäten beim erzeugten Hopfen zu sorgen, muss die Kulturpflanze gut umsorgt und geschützt werden.
Getreu dem Motto: „Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“
Wenngleich ein wenig Gottvertrauen sicher nicht schadet, müssen die Hopfenmeister immer noch allerhand Dinge selbst unternehmen und gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Behörden lösen.
Die Herausforderungen erstrecken sich dabei über alle Bereiche (Entomologie/ Insektenkunde, Phytopathologie/ Lehre von den Pflanzenkrankheiten, Herbologie/ Unkrautkunde). Einige der Probleme aus dem Pflanzenschutz werden im Folgenden gezeigt.