Futtererbsen - Erbsenwicklerzuflug möglich

In einzelnen wärmeren Regionen ist ein erster Zuflug des Erbsenwicklers möglich. Der bis zu 15 mm große, gelbbraune und nachtaktive Kleinschmetterling überwintert als Larve in einem Kokon im Boden, verpuppt sich dort und wandert nun in die Erbsenbestände ein. Zunächst werden bevorzugt Feldränder und windgeschützte Bereiche besiedelt. Bis zur Eiablage vergehen nach dem Zuflug meist ein bis zwei Wochen. Die abgelegten, kleinen ovalen Eier schlüpfen, abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit, nach etwa 8 bis 17 Tagen. Anschließend bohren sich die jungen Raupen in die Hülsen ein und fressen an den sich entwickelnden Körnern. Das Einwandern der Raupe ist durch eine gezielte Insektizidmaßnahme zu unterbinden. Diesen Termin richtig abzuschätzen ist schwierig, wenn durch die Witterung eine verzettelte Eiablage stattgefunden hat. 

Das Auftreten und die Anzahl des Schaderregers wird durch Pheromonfallen, die mir artspezifischen Lockstoffen des männlichen Falters bestückt sind, überprüft. Die Fallen sollten schon zu Beginn der Blüte aufgestellt werden. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 10 Männchen pro Tag ab Beginn der Blüte.

Zur Bekämpfung des Erbsenwicklers sind verschiedene pyrethroidhaltige Insektizide zugelassen. Bei der Anwendung dieser Präparate bitte auf die Bienengefährdungsklasse achten. Blühende Bestände sollten nur abends nach dem täglichen Bienenflug behandelt werden!