Leguminosen - Blattrandkäfer in Erbsen und Ackerbohnen beobachten
Die ersten Bestände von Ackerbohnen und Futtererbsen sind vielerorts bereits aufgelaufen oder stehen kurz davor. Mit dem Auflaufen der Kulturen kann auch der Blattrandkäfer als erster potenzieller Schädling auftreten. Er kommt grundsätzlich in allen Körnerleguminosen vor und ist als vier bis acht Millimeter großer, grauer bis braungrauer Käfer gut zu erkennen.
Erste Schäden zeigen sich meist ab März in Form der typischen buchtförmigen Fraßstellen an den Blatträndern. Während dieser Blattfraß in der Regel nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist vor allem der Larvenfraß von Bedeutung: Die Larven schädigen Wurzeln und Wurzelknöllchen, wodurch das Pflanzenwachstum beeinträchtigt wird. Zudem entstehen Eintrittspforten für bodenbürtige Krankheitserreger. Die Eiablage erfolgt während der gesamten Vegetationsperiode. Eine Bekämpfung mit einem zugelassenen Pyrethroid ist nur bei starkem Befall und Überschreitung des Bekämpfungsrichtwerts erforderlich: 50 % der Pflanzen mit Fraßsymptomen bis BBCH 16. Bei kräftigem Pflanzenwachstum und günstigen Wetterbedingungen können höhere Schäden toleriert werden.
Beim Einsatz von Insektiziden ist auf die Einhaltung der zugelassenen Aufwandmengen und Anwendungshäufigkeiten zu achten, um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen. Stichprobenartige Untersuchungen im vergangenen Sommer ergaben bislang keine Hinweise auf Resistenzen -dennoch sollte die Entwicklung weiterhin aufmerksam beobachtet werden.