Allgemeines – Schilf-Glasflügelzikade

Das Monitoring zur Schilf-Glasflügelzikade läuft jetzt seit vier Wochen. Die ersten wenigen Zikaden wurden auch bereits gefangen und werden im Diagnoselabor des Pflanzenschutzdienstes auf Beladung mit den bakteriellen Erregern untersucht. Aktuelle Fangzahlen können jederzeit über www.ISIP.de abgerufen werden. Derzeit wurden in NRW in Summe noch unter 10 Zikaden gefangen. Demnach ist das Auftreten der Schilf-Glasflügelzikade weiterhin auf einem erheblich niedrigeren Niveau als in den südlichen Bundesländern.

 

Die Bundesländer wurden wie im vergangenen Jahr in Hot-Spot, Übergangs- und Grenzregionen eingeteilt. Nordrhein-Westfalen ist eine Grenzregion. Die Merkmale für die Grenzregion sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. In Grenzregionen ist es nicht vorgesehen, einen Warndienstaufruf zu erteilen. Hier stehen die ackerbaulichen Maßnahmen wie z. B. die Fruchtfolge, Bodenbearbeitung und Sortenwahl im Vordergrund. Sollte der Befall deutlich höher ausfallen, ist eine kurzfristige Anpassung der regionalen Zuschnitte jederzeit möglich, sodass ggf. auch in Nordrhein-Westfalen von den kürzlich erteilten Notfallzulassungen Gebrauch gemacht werden kann. Derzeit (Stand 01.06.2026) ist allerdings noch kein Warndienstaufruf für Nordrhein-Westfalen erfolgt. 

 

MERKMAL

GRENZREGIONEN

BEFALLSANTEIL

< 1 % bis max. 10 % der Pflanzen betroffen

SYMPTOME

Einzelne Pflanzen mit Symptomen

NYMPHENBESATZ

Kaum oder keine Pflanzen mit Nymphenbesatz

ZIKADENFANGZAHLEN (ADULTE)

Gering

ERTRAGS-/QUALITÄTSVERLUSTE

Keine oder sehr gering

ERREGERNACHWEIS

In symptomatischen Pflanzen nachweisbar

DOPPELINFEKTIONEN (ARSEPH + PHYSO)

Selten bis keine Nachweise

 

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