Einsatztermin für chemische Bekämpfung der Maiszünsler erreicht
Nach dem Temperaturhoch am Wochenende wurden in den Lichtfallen wieder höhere Fangzahlen insbesondere in Ost- und Westthüringen registriert. Verstärkt sind nun auch Eigelege zu finden. Zum Teil wurde der Bekämpfungsrichtwert überschritten. In diesen Fällen empfiehlt sich der Einsatz eines Insektizides möglichst noch in dieser Woche, um die Masse der geschlüpften Larven vor dem Einbohren in die Maispflanze zu erfassen. Die kleinen Larven fressen zunächst an den Maispollen und Blättern ehe sie sich in den Stängel einbohren. In dieser Phase sind sie mit einem Insektizid gut bekämpfbar.
Neben dem Bekämpfungsrichtwert von mindestens 5 bis 10 Eigelegen bzw. Primärfraßsymptomen je 100 Maispflanzen ist die Notwendigkeit einer Bekämpfung von weiteren Faktoren abhängig zu machen:
- Mais in Selbstfolge
Bodenbearbeitung der Vorjahresmaisflächen einschließlich Zerkleinerung der Maisstoppel
Stärke des Vorjahresbefalls (> 30 bis 40 % Befall in der Region)
Nutzungsdauer des Maises (Körnermais, späte Reifegruppen).
Zur chemischen Bekämpfung können 125 ml/ha Coragen (B4), 75 ml/ha Decis forte (B2, NG405), 0,75 l/ha Mimic (B4) oder 200 ml/ha SpinTor (B1) zum Einsatz kommen. Für Anwendungen ab der Eiablage wird der Einsatz von Coragen empfohlen, da dieses Präparat auch über eine Wirksamkeit auf die abgelegten Eier vor dem Schlupf der Larven und über eine gute Dauerwirkung verfügt.