Rhynchosporium- Blattflecken: Symptome und Bekämpfung
Wintergerste junger Rhynchosporium - Blattfleck, Foto: LWK Nordrhein-Westfalen
Rhychosporium an WG
Wintergerste Nest mit Rhynchosporium-Blattflecken, Foto: LWK Nordrhein-Westfalen
Winterroggen Rhynchosporium Blattflecken, Foto: LWK Nordrhein-Westfalen
Schadsymptome
- Erste Symptome in Form von wässrigen Flecken an der Blattspitze bereits an den gerade aufgelaufenen Pflanzen möglich
- Ab Bestockungsende auf Blattspreiten, aber auch in der Blattachsel Ausbildung der typischen, 1-2 cm langen, wässrigen graugrünen Flecken, deren Zentrum später weißlich verfärbt. Blätter knicken an befallenen Blattachseln nach unten ab
- Die ovalen, länglichen Flecken sind von einem rotbraunem Rand umgeben und grenzen sich damit vom gesunden Blattgewebe ab
- Mehrere Flecken können zusammen fließen, schließlich stirbt das gesamte Blatt ab
- Hohe Befallswahrscheinlichkeit vor allem in kühl-feuchten Jahren mit kurzen, heftigen Regenschauern
- Ähren- und Kornbefall möglich (auf den Spelzen helle Flecken, von schwachem rotbraunem Rand umgeben)
- Bei Roggen und Triticale fehlt die rotbraune Randzone
Schadensschwelle
Eine Bekämpfung lohnt sich erst nach Überschreiten der Schadensschwelle. Feststellung der Schadensschwelle durch Auszählen der Befallshäufigkeit.
Maßnahmen zur Schadensminderung
- Anbau widerstandsfähiger oder resistenter Sorten
- Zeitgerechte, nicht zu frühe Aussaat
- Getreidestoppeln unterpflügen
- Ausfallgetreide und Ungräser bekämpfen
- Möglichst keinen Roggen oder Gerste in Direktfolge anbauen
- In Befallslagen kurzstrohige Sorten und Wachstumsreglereinsatz vermeiden
Bekämpfung
Chemische Bekämpfung mit dafür zugelassenen Fungiziden