Zuckerrüben

Hier finden Sie Informationen und Entscheidungshilfen zu Blattläusen und Blattkrankheiten in Zuckerrüben.

Drahtwurm, Saatschnellkäfer, Humusschnellkäfer: Symptome und Bekämpfung

Schadsymptome

  • Besonders in feuchten Jahren können die Larven verschiedener Schnellkäferarten (u.a. Agriotes obscurus, Agriotes lineatus), sogenannte Drahtwürmer, die Jungpflanzen schädigen. Flächen nach Grünlandumbruch sind besonders gefährdet.
  • Die Wurzeln werden ringförmig umnagt. Das Hypokotyl wird angefressen und sieht wie gequetscht aus.
  • Man findet die Larven in der Nähe der geschädigten Pflanzen, die infolge der Fraßschäden an Wurzel oder Keimstängel welken und vorzeitig absterben können.

Schadensschwelle

  • 6 Larven je m² (vorläufiger Bekämpfungsrichtwert). Vor der Saat an 5 Stellen pro Schlag mehrere halbierte Kartoffeln (1 pro m²) 5 cm tief in den Boden eingraben und markieren. Nach 2 Tagen Drahtwürmer auszählen.
  • Befallswahrscheinlichkeit vor allem auf humosen Böden (ehemaliges Grünland, Dauerbrache) oder nach nassem Frühjahr.

Maßnahmen zur Schadensminderung

  • Kein Anbau von Rüben in den ersten 4-5 Jahren nach Grünlandumbruch.
  • Bei Stalldungausbringung rasches Unterpflügen zur Verminderung des Eiablagereizes.
  • Saat nicht zu tief
  • Hohe Humusgehalte und hohe Bodenfeuchte fördern den Befall.

Bekämpfung

  • Durch den insektiziden Bestandteil der Rübenpille werden die jungen Pflanzen je nach Präparat etwa bis zum 8-Blattstadium vor Befall geschützt.
  • Ein Bekämpfungsproblem liegt in der Tatsache, dass der Drahtwurm ein sehr großer Schädling ist und damit eine hohe Wirkstoffdosis erforderlich ist, um ihn abzutöten. Vielfach hat er in dieser Zeit durch seine Fraßtätigkeit die junge Rübenpflanze schon so weit geschädigt, dass sie abstirbt.