Zuckerrüben

Hier finden Sie Informationen und Entscheidungshilfen zu Blattläusen und Blattkrankheiten in Zuckerrüben.

Moosknopfkäfer: Symptome und Bekämpfung

Schadsymptome

Unterirdischer Moosknopfkäfer:

  • Ausgefressene Samen
  • Lochfraß am Keimling
  • Lückige Bestände
  • dunkle Fraßstellen am Hypokotyl

Oberirdischer Moosknopfkäfer:

  • Löcher, Risse und Verformungen an den Herzblättern

Schadensschwelle

  • Vor der Saat: Vorläufige Schadensschwellen 1-2 Käfer je 1 l Boden vor der Saat. Mehrere Käfer unter einer Kartoffel- oder Rübenscheibe nach 12 Stunden.
  • Nach dem Aufgang: 10 Käfer pro Pflanze vom 2- bis 8-Blatt-Stadium oder 20 % der Pflanzen mit Lochfraß.
  • Besonders gefährdet sind Rüben, die in enger Fruchtfolge stehen.
  • Feldrand zu vorjährigem Rübenanbau besonders beachten.
  • Kontrolle der Herzblätter von 20 Rüben auf Befall und Fraßstellen. Letzter Termin: 8-Blatt-Stadium.
  • Bei warmer Witterung (ab 10 °C) erhöhte Befallswahrscheinlichkeit. Schaden verstärkt sich bei verzögertem Aufgang.
  • Käfer aus Boden ausspülen.
  • Vor der Saat bei warmer Witterung ab 10 °C frische Kartoffel- oder Rübenscheiben auslegen und nach 12 Stunden zählen.

Maßnahmen zur Schadensminderung

  • Rübenbau erst nach mindestens 3-jähriger Anbaupause.
  • Förderung der Jugendentwicklung.
  • Vermeidung von Belastungen durch zu hohe Salzkonzentration aus der Düngung oder Herbizide

Bekämpfung

  • Schäden treten vor allem bei verzögerter Jugendentwicklung kombiniert mit befallsfördernden Faktoren auf, wie z.B. Rüben nach Rüben oder schlechte Beseitigung von Ernterückständen. 
  • Als Beize steht Force 20 CS mit guter unterirdischer Wirkung gegen Bodenschädlinge zur Verfügung. 
  • Eine gesonderte, gezielte Bekämpfung ist daher nur bei starkem Befall (jenseits der vorläufigen Schadschwelle von 2-10 Käfern/Pflanze im 2-8-Blattstadium) mit Insektiziden vorzusehen.