Unkraut und Ungras
Schadsymptome
- Arten der vorhandenen Ungräser und Unkräuter eventuell mit Hilfe der hier vorhandenen Schadbilder oder einer Unkrautfibel feststellen.
Schadensschwelle
- Keine Schadensschwelle erforscht, da bei der langsamen Jugendentwicklung schon einzelne Unkräuter stark schädigend sind.
- Ertragswirksame Konkurrenz der Unkräuter vorwiegend zwischen 2- und 8-Blatt-Stadium der Rüben.
Maßnahmen zur Schadensminderung
- Gezielte Unkrautbekämpfung in der Fruchtfolge.
- Sorgfältige Stoppelbearbeitung
- wenn möglich mehrfache, zeitlich gestaffelte Bodenbearbeitung vor der Aussaat.
Bekämpfung
Chemische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen in Zuckerrübenbeständen sind Voraussetzung für eine ungestörte Ertragsbildung bei hoher Qualität und eine störungsfreie Ernte. Im Hinblick auf eine sichere Kontrolle der Unkräuter und Ungräser sind einige Regeln zur Herbizidwahl und zum Einsatzzeitpunkt zu beachten. Nur durch eine gezielte Wirkstoffkombination, die sich flexibel an die jeweilige Unkrautflora und Jahreswitterung anlehnt, ist bei der Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben ein gutes und sicheres Ergebnis zu erreichen. Des Weiteren ist es wichtig die Herbizidempfindlichkeit von Rübenkeimling und Jungpflanzen zu berücksichtigen, ohne die Wirksamkeit gegenüber den Unkräutern zu vernachlässigen.
Die mechanische Bekämpfung mit der maschinellen Hacke ist insbesondere auf schweren Böden und bei unmittelbar und mittelbar folgendem Regen nicht ausreichend wirksam und erhöht die Erosionsgefahr. In Kombination mit der Bandspritzung ist es eine Möglichkeit, schwer bekämpfbare Ungräser und Unkräuter vor allem auf leichten Böden zurückzudrängen.