Fusarium: Symptome und Bekämpfung

Schadsymptome

  • Symptome an den Knollen treten erst im Lager auf
  • An den Befallsstellen verfärbt sich die Schale dunkler und schrumpelt ein. Später entwickelt sich ein Pilzgeflecht, dass meistens weiß ist, aber auch rosa oder bläulich sein kann.
  • Im Inneren der Knollen dunkle Verfärbung und Hohlraumbildung. Das Gewebe ist trocken und pulverig.
  • Sehr oft tritt ein gleichzeitiger Befall mit Bakterien auf. Dann bildet sich zunehmend eine Nassfäule aus.
  • Die Symptome können aber auch erst nach dem Pflanzen auftreten. Diese gehen einher mit Auflaufverzögerung und Auflaufverlusten. Hierbei kann der Befall aber auch vom Boden ausgehen

Schadensschwelle

  • Schwellenwerte sind nicht erarbeitet und sind auch in naher Zukunft nicht zu erwarten.

Maßnahmen zur Schadensminderung

  • Warm-trockene Erntewitterung und schalenfeste Ernteknollen.
  • Schonende Ernte-, Einlagerungs-, Sortier- und Pflanzarbeiten, um die Beschädigungsrate der Knollen möglichst gering zu halten (Fusarium dringt als Wundparasit hauptsächlich über Schalenverletzungen in die Knolle ein !).
  • Zügige Abtrocknung der Erntepartien, um die Wundheilung der Knollen zu fördern.
  • Optimale Lagerbedingungen (u.a. für die Wundheilung ausreichend hohe Temperaturen in den ersten beiden Wochen).

Bekämpfung

  • Direkte Bekämpfungsmaßnahmen stehen nicht zur Verfügung.
  • Der Erreger kann auch über verunreinigte Maschinen, Geräte, Transport- und Lagereinrichtungen verbreitet werden. Daher vermindert eine sachgerechte Reinigung und gegebenenfalls Desinfektion den Befall.