Braunrost: Symptome und Bekämpfung
Rostbefall, Foto: Reitz, LTZ Augustenberg
später Braunrostbefall, Foto: DLR Eifel
Zwergrost bei Wintergerste (UK), PM (Foto: LELF Brandenburg)
Zwergrost, Sorte Anisette, OPR, 16.05.14 (Foto: LELF Brandenburg)
Braunrostbefall an Winterroggen (Foto: LELF Brandenburg)
Braunrostbefall an den unteren Blättern in Roggen, MOL, Sorte Brassetto, 08.04.15 (Foto: LELF Brandenburg)
Schadsymptome
- Vor allem auf der Blattoberseite Bildung rostbrauner Pusteln, die bei trockener Witterung große Mengen an pulvrigen Sporen entlassen.
- In Roggen sind die Pusteln im Vergleich zum Weizen größer und von länglicher Form, in Gerste dagegen kleiner (Zwergrost)
- Blattachselbefall ist vor allem bei Roggen möglich, Ährenbefall in Weizen und Roggen eher selten, in Gerste durchaus möglich
- Gegen Ende der Vegetation Ausbildung der schwarzen Wintersporenlager vorzugsweise auf der Unterseite der Blätter, in Gerste sind diese sehr klein
- Nach milden Wintern merklicher Braunrostbefall vor allem im Roggen bereits ab dem Schossen, bisweilen schon im Herbst
- Rasche Ausbreitung vor allem bei stärkeren nächtlichen Tauphasen und tagsüber trockener warmer Witterung
- Roggenbraunrost tritt im Vergleich zu Gersten-Zwergrost und Weizenbraunrost bereits bei niedrigeren Temperaturen und somit früher im Jahr auf
Schadensminderung
- Anbau von weniger anfälligen und frühreifen Sorten
- Zeitgerechte, nicht zu frühe Aussaat
- Ausgewogene Stickstoffdüngung
- Ausfallgetreide bekämpfen (Mehrmalige Stoppelbearbeitung zur Unterbrechung der Infektionskette)
- Wachstumsregler möglichst nicht verwenden
Schadensschwelle
Eine Bekämpfung lohnt sich erst nach Überschreiten der Schadensschwelle, die jedoch bereits beim Auftreten der ersten Befallsnester erreicht ist.
Bekämpfung
Zeitgerechte Bekämpfung mit dafür zugelassenen Fungiziden.