DTR - Blattdürre des Weizens: Symptome und Bekämpfung
DTR-Blattbefall: Gut sichtbar ist der dunkle Infektionspunkt im Zentrum der Nekrose, Foto: ISIP
Schadsymptome
- Von Strohresten ausgehend im April und Mai Primärinfektionen in Form rundlicher, hellbraun gefärbter Flecken
- Anschließende Sekundärinfektionen zunächst als sehr kleine (1mm) dunkle Infektionsstellen mit sichtbarem, weißlichen Infektionspunkt
- Später Ausbildung eines gelben Randes um die Infektionsstelle typische Spotflecken
- Im Verlauf der Entwicklung weitere Nekrotisierung der Flecken
- Im Zentrum der nekrotisierten Blattfläche Ausbildung der typischen schwarzen Sporenträger, die mit einer Lupe gut zu erkennen sind
- Bei starkem Befall Nekrotisierung der gesamten Blattfläche von der Spitze her
- Befallen werden vor allem Blätter, bei starkem Befall können auch Ähren und Körner betroffen sein
- Rasche Ausbreitung vor allem unter feucht-warmen Bedingungen
Schadensschwelle
Eine Bekämpfung lohnt sich erst nach Überschreiten der Schadensschwelle. Feststellung der Schadensschwelle durch Auszählen der Befallshäufigkeit. Die Schwelle liegt im Vergleich zu anderen Erregern sehr niedrig, da der Pilz eine sehr hohe und schnelle Vermehrungsrate hat. Triticale und Roggen können auch befallen werden, die Bedeutung der Krankheit ist in diesen Kulturen allerdings momentan unbedeutend.
Maßnahmen zur Schadensminderung
- Pflugfurche bei Weizen nach Weizen bzw. Weizen nach Weizen vermeiden
- Ausfallgetreide beseitigen
- Strohrotte beschleunigen
- Ernterückstände einarbeiten
- Anbau widerstandsfähiger Sorten
- Zeitgerechte, nicht zu frühe Aussaat
- Gründüngung