Gelbrost: Symptome und Bekämpfung
Schadsymptome
- Vor allem auf der Blattoberseite Bildung goldgelber, streifig bzw. parallel zu den Blattadern angeordneter Pusteln, die bei trockener Witterung große Mengen an pulvrigen Sporen entlassen
- Ähren- , Grannen- und Kornbefall möglich
- Für die Infektion kühle Taunächte und mäßige Tagestemperaturen bei trockener Witterung günstig, aus diesem Grund tritt Gelbrost in der Regel früher als Braunrost auf
- Bei günstiger Witterung sehr schnelle Ausbreitung im Bestand, beginnend mit nesterweisem Befall
- Befallene Blätter vergilben und sterben schließlich ab
- Zum Ende der Vegetation Bildung der schwarzen Wintersporenlager
Schadensschwelle Winterweizen
Eine Bekämpfung lohnt sich erst nach Überschreiten der Schadensschwelle, die jedoch bereits beim Auftreten der ersten Befallsnester erreicht ist.
Behandlungen bei allerersten Pusteln, in der frühen Bestockungsphase bis Mitte März sind wenig effektiv. Wenn früher Befall vorkommt ist der Gelbrost ohne Ertragsverluste immer noch mit Behandlungen z.B. mit dem Wachstumsregler um EC 30 sicher auszuschalten. Hiermit erreicht man selbst in anfälligeren Sorten eine längere Dauerwirkung. Nur in extrem anfälligen Sorten muss intensiver behandelt werden wenn früh anhaltende Infektionswitterung vorherrscht.
Schadensschwelle Triticale
Zurzeit ist Gelbrost die wichtigste Krankheit in Triticale.
Grundsätzlich richten sich die Behandlungstermine am Auftreten der Krankheiten. Vor EC 30 ist auch bei stärkerem Gelbrostbefall keine gute Wirtschaftlichkeit zu erreichen. In solchen Fällen mit frühem Gelbrostbefall sind erste Behandlungen gleichzeitig mit dem ersten Wachstumsregler um EC 30 sinnvoll.
Für Wintergerste und Triticale existieren keine eigenen Schadensschwellen, sie können jedoch von Weizen übertragen werden
Maßnahmen zur Schadensminderung
- Anbau widerstandsfähiger Sorten
- Zeitgerechte, nicht zu frühe Aussaat
- Ausgewogene Stickstoffdüngung
- Ausfallgetreide bekämpfen
Bekämpfung
Chemische Bekämpfung mit dafür zugelassenen Fungiziden.