Mehltau: Symptome und Bekämpfung
Mehltau in Weizen, Foto: T. Reitz LTZ Augustenberg
Winterweizen mit Mehltaubefall am Stengel bzw. unteren Blattscheiden
Winterweizen (Sorte Premio) mit frühem Mehltaubefall
Winterweizen mit frühem Mehltaubefall
Mehltau in Weizen, Foto: T. Reitz LTZ Augustenberg
Befall mit Echtem Mehltau bei Winterroggen im unterem Blattbereich (Foto: LELF Brandenburg)
Mehltaubefall, Foto: LWK Nordrhein-Westfalen
Mehltaubefall bei Triticale, Sorte Agostino, OPR, 04.11.14 (Foto: LELF Brandenburg)
Schadsymptome
- Obligater Parasit, der nur auf lebendem, grünem Pflanzengewebe wachsen kann
- Befallen werden können alle oberirdischen Pflanzenorgane (Blatt, Stängel, Ähre)
- Erstbefall häufig bereits an jungen Pflanzen, besonders bei hoher Pflanzendichte
- Zunächst Bildung weißer 1-2 mm großer Pusteln, die im weiteren Verlauf zu einem watteartigem Polster zusammen fließen
- Alter Mehltau verfärbt sich grau-braun
- Belag lässt sich leicht abwischen bzw. verschwindet kurzfristig bei Regen
- Bei starkem Befall Vergilbung der Blätter und anschließendes Absterben
- Im Laufe der Vegetation Bildung sogenannter Kleistothezien = kleine, kugelige, schwarze Fruchtkörper des Pilzes
- In Gerste u.U. als Folge einer Resistenzreaktion Ausbildung sogenannter Teerflecken (braunschwarze Blattflecken)
- Für den Pilz ungünstige Witterungsbedingungen können ebenfalls Teerflecken hervorrufen
Schadensminderung
- Anbau widerstandsfähiger oder resistenter Sorten
- Zeitgerechte, nicht zu frühe Aussaat
- Überhöhte Bestandesdichten vermeiden
- Stickstoffdüngung optimieren
- Sorgfältige Einarbeitung von Ernterückständen (Kleistothezien) und rechtzeitige Beseitigung von Ausfallgetreide im Herbst
- Kalidüngung optimieren
Schadensschwelle
- Eine Bekämpfung lohnt sich erst nach Überschreiten der Schadensschwelle. Feststellung der Schadensschwelle durch Auszählen der Befallshäufigkeit.
Bekämpfung
- Chemische Bekämpfung mit dafür zugelassenen Fungiziden. In Frühbefallsgebieten bietet sich in Gerste zusätzlich eine Beizung an.