Grünland

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Wiesenschnake: Symptome und Bekämpfung

Schadsymptome

Während des Spätwinters und im Frühjahr entstehen auf Grünlandflächen nesterweise verteilte Schadstellen mit lückigem Pflanzenbestand. Dicht über oder unter der Erde werden die Pflanzen durch graue, in der Erde lebende, walzenförmige, beinlose, im Frühjahr bis 4 cm große Larven befressen. Weißklee wird zuerst geschädigt. Feuchte Herbstwitterung und milde Winter fördern das Auftreten.

Schadensschwelle

  • Bekämpfungsschwelle im Herbst 300 Larven/m², im Frühjahr 100 Larven/m²
  • Ermittlung der Befallsstärke mit Hilfe der Salzwassermethode
  • 5 Grassoden von 25 x 25 cm ausstechen (ca. 8 - 10 cm tief)
  • in gesättigte Salzlösung (Viehsalz) legen (rohe Kartoffelscheibe muss "aufschwimmen")
  • Larven nach 20 - 30 Minuten absammeln und zählen
  • Durchschnittswert aus 5 Soden x 16 = Larvenzahl/m²

Maßnahmen zur Schadensminderung

  • Kurzhalten der Narbe durch Ausmähen im August/September
  • Guten Bodenschluss z. B. durch Walzen herstellen
  • Bodenverbesserung durch Entwässerung
  • Befall auf Rasen lässt sich durch intensive Nutzung nachhaltig vermeiden

Bekämpfung

  • Für eine chemische Bekämpfung stehen zur Zeit keine zugelassenen Insektizide zur Verfügung
  • Regionalen Warndienst beachten und bei Problemfällen ggf. amtliche Beratung anfordern