Raps

Weißstängeligkeit: Symptome und Bekämpfung

Schadsymptome

  • an Haupt- und Seitentrieben bleiche, stängelumfassende Verfärbung (meist erst nach der Blüte)
  • Rinde und Mark dort zerstört, das Stängelinnere hohl, mit weißlichem Pilzgeflecht und dunklen, unregelmäßig geformten Dauerkörpern gefüllt.
  • Triebe/Schoten über Befallsstelle sind gelb und werden notreif bzw. sterben ab
  • auch Schotenbefall möglich, verfärben sich ebenfalls gelb und mit Sklerotien.

Maßnahmen zur Schadensminderung

  • Einhaltung einer mindestens 4- bis 5-jährigen Fruchtfolge bei sclerotiniaanfälligen Kulturen (z.B. Raps, Kohl, Leguminosen, Kartoffeln, Sonnenblumen)
  • Sortenanfälligkeit beachten
  • nicht zu dicht und nicht zu spät säen

Bekämpfung

  • chemische Bekämpfung bei erwartungsgemäß starkem Befall und günstigen Infektionsbedingungen (siehe Prognosemodell SkleroPro). Optimaler Termin wenn 50-60 % der oberen 3-5 Blütenstände aufgeblüht und bereits die ersten Blütenblätter abgefallen sind. Dabei sollten auch die Nebeneffekte, wie Reduzierung der Rapsschwärze und Erhöhung der Platzfestigkeit der Schoten beachtet werden
  • Biologische Bekämpfung mit Contans WG möglich als Vorsaateinarbeitungsverfahren mit 2 kg/ha und als Nachernteapplikation mit 1 kg/ha. Zügige und flache Einarbeitung (ca. 5 cm) notwendig.