Birnengallmücke: Symptome und Bekämpfung
Schadbild
Schadbild
gesunde und kranke Früchte
Schadsymptome
- nach Abfall der Blütenblätter wachsen befallene Früchtchen zunächst deutlich schneller als nichtbefallene
- junge Birnenfrüchte verformen sich untypisch rund, später partiell schwarz
- Früchte platzen leicht auf, schrumpfen und fallen ab
- ab ca. 2 cm Fruchtgröße Einstellung des Wachstums, Fruchtinneres hohl, darin ca. 50 weiße oder gelbliche Larven
- durch Nahrungskonkurrenz Fruchtabwurf im Nachblütestadium möglich
Schaderreger
- Überwinterung: als Larve im Gespinst im Boden in 5-8 cm Tiefe
- Verpuppung im Frühjahr des Folgejahres
- Mücke: bis 4 mm lang, grauschwarz gefärbt, mit 2 Längsstreifen, Hinterleib der jungen Weibchen ockerfarbig, Flügel dunkel
- Eiablage: ab April, Eier: zigarrenförmig, weißlich durchscheinend, in Gruppen von 10-30 Stück abgelegt an Staubfäden noch nicht ganz geöffneter Blüten; Mehrfachbelegung durch verschiedene Weibchen möglich
- Larven: 4-5 mm lang, gelblich weiß; mit Sprungvermögen ausgestattet; Larvenschlupf nach 4-6 Tagen, Einbohrung in den Fruchtknoten; nach ca. 6 Wochen Entwicklungsdauer Abwanderung in den Boden hohes Vermehrungspotenzial
Maßnahmen zur Schadensminderung und Bekämpfung
- Entfernen befallener Früchte
- Bekämpfungstermin: ab Ballonstadium, bei Starkbefall Wiederholungsbehandlung während der Blüte
- geeignete PSM: Pyrethrum-Extrakte und organische PSM siehe Pflanzenschutzempfehlung
Bedeutung
immer präsent, lokal stärkerer Befall